Hosting in Deutschland oder Hyperscaler: Eine sachliche Entscheidungsmatrix
Von Kevin Kröger, Geschäftsführer, Software und PlattformbetriebDie Wahl ist keine reine Standortfrage. Vergleiche benötigte Dienste, Skalierung, Betriebswissen, Administrationszugriffe, Unterauftragnehmer, Wiederherstellung, Ausstieg und Gesamtkosten. Für unterschiedliche Anwendungen können unterschiedliche Plattformen richtig sein.
Welche Anforderungen entscheiden?
Beginne mit Verfügbarkeit, Datenklassen, Lastprofil, Integrationen und Reaktionszeiten. Ein global verteilter Dienst hat andere Anforderungen als ein internes Fachportal. Vermeide eine Plattformentscheidung, bevor diese Punkte geklärt sind.
Wie wird Abhängigkeit bewertet?
Prüfe proprietäre Datenbanken, Ereignisdienste, Identitäten und Deployment-Werkzeuge. Je tiefer eine Anwendung spezielle Dienste nutzt, desto aufwendiger ist ein Wechsel. Abhängigkeit kann sinnvoll sein, wenn ihr Nutzen bewusst höher bewertet wird.
Was gehört in die Kostenrechnung?
Neben Rechenleistung zählen Datenverkehr, Sicherung, Überwachung, Bereitschaft, Updates und internes Wissen. Vergleiche ein Betriebsmodell mit klaren Annahmen und einer realistischen Last, nicht nur einzelne Listenpreise.
Quellen und Grundlage
Zentrale Aussagen dieses Beitrags wurden anhand der folgenden Primärquellen geprüft.
Häufige Fragen
- Ist deutsches Hosting automatisch DSGVO-konform?
- Nein. Verträge, Datenflüsse, Zugriffe, technische Maßnahmen und der konkrete Verarbeitungszweck müssen ebenfalls passen.
- Muss eine Firma nur einen Anbieter nutzen?
- Nein. Eine dokumentierte Mehrplattform-Strategie kann Anforderungen besser trennen, erhöht aber den Betriebsaufwand.